Artgerechtes Hundefutter

 

Was macht ein wirklich gutes Hundefutter aus und worauf sollte man bei der Auswahl achten.

Artgerechtes Hundefutter.
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Artgerecht soll das Futter für den Hund sein, viel Fleisch soll es enthalten und möglichst wenig Kohlenhydrate. Die Auswahl an solchen Futtern auf dem Markt ist enorm. Viele Futter erscheinen auf den ersten Blick besonders wertvoll, besonders artgerecht oder besonders gesund. Doch bei näherer Betrachtung offenbaren sich auch Mängel, die oftmals nur bei genauerem Hinsehen auffallen.
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Damit Sie künftig leichter entscheiden können, ob ein Futter wirklich so gesund und artgerecht ist, wie es den Anschein erweckt, geben wir Ihnen einen kleinen Leitfaden an die Hand, mit dem Sie Schritt für Schritt die Qualität überprüfen können.

1. Alleinfutter

Nur Hundefutter, dessen Inhaltsstoffe die europäischen und internationalen Richtlinien erfüllen, sind auch bedarfsdeckend und damit für die dauerhafte Fütterung geeignet. Ein Hundefutter, das diese Kriterien erfüllt, ist leicht zu erkennen, da es die Bezeichnung “Alleinfutter” trägt. Das Wort „Alleinfutter“ ist dann auf jedem Fall auf dem Futtersack und üblicherweise auch in der Produktbeschreibung auf der Webseite zu finden.
Wildsterne-Qualität: Alle Breed Selection Hundefutter sind selbstverständlich bedarfsdeckend und als Alleinfutter gekennzeichnet.

2. Rohasche

Werden z.B. knochenreiche Rohstoffe verarbeitet, steigt der Gehalt an Rohasche, durch die darin enthaltenen Mineralstoffe. Daher kann ein hoher Gehalt an Rohasche ein Anzeichen für minderwertige Rohstoffe sein.
Wildsterne-Qualität: Bei der Auswahl der Rohstoffe und in der Produktentwicklung haben wir großen Wert auf einen niedrigen Rohaschegehalt gelegt. Alle Trockenfutter von Wildsterne haben daher weniger als 6% Rohasche!

3. Frischfleisch

Immer häufiger sieht man, das bei Trockenfutter “Frischfleisch” deklariert wird. Dies ist möglich, wenn spezielle Maschinen frisches Fleisch bei der Herstellung von Trockenfutter verarbeiten und erst im Herstellungsprozess trocknen und mahlen. Da es gesetzlich vorgeschrieben ist, die zugegebenen Rohstoffe mengenmäßig in absteigender Reihenfolge anzugeben, rutscht das frische Fleisch aufgrund des hohen Wassergehaltes meist an die erste Position der Zusammensetzung. Das Futter erweckt dadurch den Anschein, als wäre es besonders reich an Fleisch. Zu beachten ist jedoch, dass Frischfleisch ca. 70% Wasser enthält, das im Trocknungsprozess verloren geht. Wird direkt ein Fleischmehl bei der Herstellung verwendet, findet dagegen kein Wasserverlust mehr statt. Ein Trockenfutter, das z.B. 70% Frischfleisch enthält entspricht daher in etwa einem Trockenfutter, dass ca. 20-25% Fleischmehl enthält.
Wildsterne-Qualität: Wir deklarieren nicht den Anteil an frischem Fleisch sondern die Menge an bereits getrocknetem und gemahlenem Fleisch.

4. Proteingehalt

Fleisch ist der Hauptlieferant für Proteine in den meisten Hundefuttern. Mit steigendem Fleischgehalt steigt daher auch der Proteingehalt. Ein sehr hoher Proteingehalt kann sich jedoch z.B. negativ auf das Aggressionsverhalten von Hunden auswirken und den Stoffwechsel sowie die Nieren belasten. Speziell bei nierenkranken Hunden sowie bei eher aggressiven oder auch ängstlichen Tieren sollte der Anteil an Protein daher nicht zu hoch sein.
Wildsterne-Qualität: Breed Selection enthält einen moderaten Proteingehalt..

5. Zusatzstoffe

Damit ein Hundefutter bedarfsdeckend ist, sind in aller Regel ernährungsphysiologische Zusatzstoffe nötig. Gerade Vitamin D oder Vitamin E, Kupfer, Zink und Mangan sowie viele andere Spurenelemente, Mineralstoffe und Vitamine sind in den Rohstoffen oft nicht ausreichend vorhanden. Enthält ein Futter keine ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe, sollte unbedingt kontrolliert werden, ob das Futter wirklich auch als Alleinfutter gekennzeichnet ist!
Wildsterne-Qualität: In all unseren Futtern sind ernährungsphysiologische Zusatzstoffe enthalten, um die Bedarfsdeckung mit Nährstoffen für Ihren Hund zu gewährleisten.

6. Essentielle Fettsäuren

Ein Hundefutter sollte alle essentiellen Fettsäuren beinhalten, die ein Hund für seinen Stoffwechsel benötigt. Fettsäuren werden nicht nur für eine gesunde Haut und schönes Fell benötigt. Auch z.B. die die Blutgerinnung, Herz, Kreislauf, Entzündungsreaktionen, Allergien und die Gehirnfunktion sind abhängig von diesen Fettsäuren. Damit in einem gesunden Hundefutter alle relevanten Fettsäuren enthalten sind, sind verschiedene Fette als Rohstoffe nötig. Geflügelfett alleine wird z.B. nie alle Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren liefern, die benötigt werden, denn pflanzliche Öle sind unerlässlich!
Wildsterne-Qualität: Bei den Breed Selection Produkten verwenden wir Sonnenblumenöl als Lieferant für Omega-6 Fettsäuren und Lachsöl für die Omega-3 Fettsäuren. Durch die optimale Mischung enthält das Futter alle wichtigen Fettsäuren für die Gesundheit Ihres Hundes.

7. Getreide

Getreide ist nicht per se schlecht, denn Getreide enthält viele wertvolle Aminosäuren. Auch kann der Hund Getreide verdauen, wenn es durch die Herstellung von Trockenfutter durch Hitze und Druck aufgeschlossen wurde. Getreide wird dennoch oft als minderwertig oder nicht artgerecht empfunden, was jedoch keinen medizinischen oder gar statistisch belegbaren Grund hat. Allerdings gibt es einige Hunde, die Getreide weniger gut vertragen und allergisch reagieren. Da Kohlenhydrate in Hundefutter eine wichtige Energiequelle sind und daher auch in Hundefutter enthalten sein sollen, sind getreidefreie Kohlenhydrate wie Kartoffeln auf dem Vormarsch.
Wildsterne-Qualität: Breed Selection enthält getreidefreie Kohlenhydrate (Kartoffeln, Süßkartoffeln) und ist damit auch für ernährungssensible Hunde geeignet.

Autorin: Matina Raisch, Tierärztin

 

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Geschrieben am Donnerstag, 15. September 2016
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