Blähungen beim Hund

 

Blähungen müssen nicht sein!
Viele Hunde leiden unter Blähungen und belasten – insbesondere wenn die Blähungen stinken – natürlich auch die Besitzer. Intuitiv denken viele Hundebesitzer, dass Blähungen durch eine Unverträglichkeit des Futters verursacht werden. Doch Blähungen können verschiedene Ursachen haben und nicht immer ist ein Futterwechsel nötig.

Stinkende Blähungen
Riechen Blähungen stark, ist dies ein Hinweis auf eine verlangsamte Passage des Kotes durch den Dickdarm mit intensiver, bakterieller Umsetzung des Kotes durch gasbildende Bakterien. Diese Blähungen gehen manchmal mit einer „entgleisten Darmflora“ einher. Dies bedeutet, dass die im Darm erwünschten Bakterien verringert sind und sich dafür die im Darm unerwünschten Keime vermehrt haben. Nahrungsmittelunverträglichkeiten (nicht Allergien) oder eine vorangegangene Behandlung mit einem Antibiotikum sind mögliche Ursachen dafür. Auch bei einem Futterwechsel, kann es vorrübergehend zu einer Umstellung der Darmflora und damit zu Blähungen kommen. Geben Sie Ihrem Hund einige Wochen Zeit, bis sich seine Darmflora an die neuen Komponenten des Futters gewöhnt hat.

Nicht stinkende Blähungen
Manche Hunde schlucken Luft beim Fressen, die dann über den Darm wieder ausgeschieden wird. Insbesondere kurzköpfige Rassen (z.B. Boxer, französische Bulldoggen) neigen zu solchen Problemen. Wenn Hunde sehr schnell und hastig fressen, schlucken sie ebenfalls oft vermehrt Luft.

Blähungen durch Erkrankungen
Auch Krankheiten (z.B. Pankreasinsuffizienz, Würmer, Darmparasiten) können Blähungen verursachen. Insbesondere ist davon auszugehen, dass eine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt, wenn Ihr Hund zusätzlich auch erbricht, Durchfall hat oder plötzlich abnimmt.

Was Sie gegen Blähungen tun können
In jedem Fall sollten Sie Ihrem Haustierarzt von den Blähungen berichten, damit medizinische Ursachen ausgeschlossen werden können.

Bei nicht stinkenden Blähungen hilft es manchmal, das Trockenfutter eingeweicht zu verfüttern, damit der Hund langsamer frisst und so weniger Luft schluckt.

Stinken die Blähungen Ihres Hundes, sollte die Ernährung des Hundes überprüft werden. Wechseln Sie nicht vorschnell das Futter! Oftmals ist nicht das Grundfutter für die Probleme verantwortlich, sondern Leckerchen oder Kauartikel. Sollten Kauartikel und Leckerchen als Ursache ausgeschlossen sein, können Sie z.B. auf ein Futter mit anderen Kohlenhydrat- und/oder Fleischquellen umsteigen. Dazu eignet sich z.B. das Wildsterne Basisfutter aus Geflügel und Kartoffel sowie aus Wild und Kartoffel. Geben Sie Ihrem Hund möglichst mehrere Portionen täglich und sorgen Sie für ausreichend Bewegung um die Darmpassage zu erhöhen. Bei der Futterumstellung sollten Sie mindestens 6 Wochen konsequent sein und dem Hund keine Extras geben – weder Futterergänzungsmittel, noch Kauartikel oder Leckerchen, denn nur so können Sie den Erfolg der Futterumstellung beurteilen.

Topinamburessenz mit natürlichem Inulin Zusätzlich können Sie dem Futter Topinamburessenz zugeben. Dieses Präbiotikum kann helfen, die Darmflora zu regulieren. In unserem Futtermixer können Sie die Topinamburessenz in Schritt 3 dem Futter beimischen.

Autorin: Matina Raisch, Tierärztin

 

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Geschrieben am Freitag, 7. November 2014
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