Hundekot – richtig bewerten!

 

Für unsere Lieblinge ist uns nichts zu schade. Da nehmen wir selbst Wörter in den Mund, die wir unter normalen Umständen nicht mal in die Hand nehmen würden.

Den abgesetzten Kot unseres vierbeinigen Freundes zu analysieren, ist dabei keine sonderbare Eigenart von uns Hundebesitzern, sondern stellt ein einfaches Mittel zur Überprüfung seiner Gesundheit und seines  Wohlbefindens dar. Auch die Futterqualität kann dadurch einfach bewertet werden. Wichtige Kriterien dabei sind: Menge, Konsistenz, Farbe und Geruch. 

Zusammensetzung

Der Kot, auch Fäzes genannt, enthält alle Futterbestandteile, die weder durch körpereigene noch mikrobielle Vorgänge abgebaut und  verdaut werden konnten. Aber auch Bakterien, Haare oder Substanzen körpereigener Herkunft wie Verdauungssekrete, Epithelzellen oder Schleim kann man im Kot finden.

Häufigkeit

Die Häufigkeit des Kotabsatzes wird von vielen Faktoren beeinflusst. Neben Erziehung und Haltungsbedingungen spielt die Rasse auch eine große Rolle. Größere Hunderassen neigen auf Grund ihres vergleichsweise geringeren Darmgewichts dazu häufiger Kot abzusetzen.

Je nach Futterzusammensetzung und –verdaulichkeit kann die Absatz-frequenz zwischen einmal in zwei Tagen und viermal pro Tag liegen. Zudem kann der Kotabsatz auch durch Krankheit, wie z.B. bei einer chronischen Darmentzündung vermehrt werden.

Menge

Die abgesetzte Kotmenge ist unter anderem ein Kriterium für die Verdaulichkeit des Futters. Je verdaulicher das Futter, desto niedriger die Kotmenge.

Wird ein Futter mit hohem Rohfaseranteil (viel Obst und Gemüse) verfüttert, so ist ein größerer Kothaufen auf Grund der unverdaulichen Ballaststoffe ganz normal.

Konsistenz

Die Beschaffenheit des abgesetzten Kots sollte weder zu weich, noch zu hart sein. Eine sehr harte, trockene Konsistenz erschwert das Kotabsetzen und kann zu Schmerzen führen. Erwünscht ist eine Kotkonsistenz, die trocken und gut geformt ist, sodass man ihn einfach beseitigen kann.

Zu weicher Kot, Durchfall oder Flatulenz kann die Folge von einem zu hohen Anteil an unverdaulichem Eiweiß (z.B. bindegewebsreiche Schlachtabfälle) sein. Letzteres kann aber auch durch Geliermittel beim Dosenfutter hervorgerufen werden. Auch zu wenig pflanzliche Faserstoffe im Futter erhöhen die Tendenz zu weichem Kot. Dem kann man beispielsweise durch eine Zugabe von ballaststoffreichem Gemüse (z.B. Karotte) entgegenwirken.

Farbe

Meist weist de Kot eine dunkelbraune Färbung auf. Diese kann allerdings je nach Futterzusammenstellung variieren. Bei Karotten ist beispielsweise eine leicht rötliche Färbung zu beobachten, bestimmte Gemüsesorten führen auch zu einer grünlich olivfarbenen Verfärbung.

Auch Krankheiten können über die Farbe des Kots erkannt werden. Blutungen im vorderen Verdauungstrakt machen sich durch den Absatz von dunklem, fast schwarzem Kot bemerkbar. Erkennt man dagegen frisches Blut im Kot, deutet dies auf eine Blutung im Dickdarm hin. Ist die Fettverdauung gestört, zeigt der Fäzes meist eine hellere, pastöse Beschaffenheit.

Geruch

Futterart, Passagezeit und Wassergehalt beeinflussen den Geruch des Kots. Ist die Darmpassage zu schnell oder die Zufuhr an tierischem Eiweiß zu hoch, können bst. Stoffe wie z.B. Eiweiße  im Dünndarm nicht vollständig verdaut werden und gelangen so in den Dickdarm. Dort werden sie von den Darmbakterien verstoffwechselt, was zur Bildung großer Mengen an flüchtigen Fettsäuren (Essig-, Propion- und Buttersäure) und einem unangenehm faulig riechendem Kot führt. Je weniger Wasser der Kot enthält, desto geringer ist auch sein Geruch.

 

 

Kommentare

Geschrieben am Donnerstag, 30. August 2012
Zurück zum Blog