21. Juni 2012
Die Fellbeschaffenheit des Hundes kann einiges über seinen Gesundheitszustand aussagen. Mattes, glanzloses Fell, Haarausfall oder Störungen beim Fellwechsel können die Folgen von Allergien, Störungen des Hormonsystems aber auch von Ernährungsfehlern sein.
Eine ausreichende Versorgung mit Proteinen, Mineralstoffen, Vitaminen und ungesättigten Fettsäuren, ist in jeden Fall eine Grundvoraussetzung für gesundes, glänzendes Haar.
Aufbau und Funktionen
Hundehaare bestehen hauptsächlich aus Proteinen, die wiederum besonders aus schwefelhaltigen Aminosäuren zusammengesetzt sind. Zudem enthalten Haare eine erhebliche Menge an den Mineralstoffen Kupfer und Zink.
Man unterscheidet beim Haar zwischen Haarschaft und Haarwurzel. An der Haarwurzel lagern lebende Hautzellen neue Haarsubstanz und den Farbstoff Melanin in das nachwachsende Haar ein.

Ein gesundes Fell ist nicht nur schön anzuschauen, es besitzt dabei auch noch zahlreiche Funktionen und ist ein wichtiger , unverzichtbarer Organismus.
Der zweimal jährlich stattfindende Haarwechsel (Frühling und Herbst) schützt den Hund vor der Kälte des Winters bzw. der Wärme des Sommers. Wohnungshaltung oder Hormonstörungen können den Haarwechselzyklus durcheinanderbringen, ein ganzjähriger Haarwechsel kann dann die Folge sein. Ernährungsfehler während des Wechsels, wirken sich auf Grund der großen Stoffwechselleistung besonders negativ auf die Fellbeschaffenheit aus.
Um zusätzlichen Schutz vor Kälte zu bieten, können die Haare durch kleine Muskeln an den Haarwurzeln aufgerichtet werden. Denkt man an das Sträuben der Nackenhaare, wird einem schnell klar, dass diese Funktion nicht nur dem Wärmeschutz sondern auch der Kommunikation dient.
Glanz, Bruchfestigkeit und Lebensdauer der Haare werden unter anderem durch einen fettartigen, mineralstoffreichen Talg bestimmt, der von einer Talgdrüse unterhalb der Haarwurzel abgesondert wird.

Einfluss der Ernährung auf Fellprobleme
Ist das Hundefutter nicht artgerecht zusammengesetzt oder besteht ein Mangel bzw. ein Überschuss an bestimmten Nährstoffen, so führt es – auch bei gesunden Hunden – fast immer zu einer negativen Veränderung der Fellbeschaffenheit.
Ein Protein- oder Aminosäuremangel führt beispielsweise zu stumpfem, brüchigen Fell und Pigmentverlust. Zu Schuppenbildung und glanzlosem Fell kommt es bei einem Mangel an ungesättigten Fettsäuren.
Zinkarme Futterrationen führen zu Haarverlust aber auch eine Energieüberversorgung sowie überwiegende Fleischfütterung können Fellprobleme begünstigen.
Hochwertige Ernährung für gesundes Fell
Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen: durch die Fütterung von artgerechtem, qualitativ hochwertigem Hundefutter, welches auf den individuellen Energie- und Nährstoffbedarf des Hundes ausgerichtet ist, kann bereits nach wenigen Wochen ein geschlossenes, glänzendes Fell mit ausreichendem Fettgehalt erzielt werden.
Liegt bereits eine Hauterkrankungen vor, empfiehlt sich vor allem die Zugabe von Linolsäure, a-Linolensäure sowie den mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäuren DHA und EPA zum Futter.
Die artgerechte Ernährung sollte zudem durch regelmäßige und sorgfältige Fellpflege unterstützt werden. Bürsten Sie Ihren Hund regelmäßig und verwenden Sie beim Waschen nur spezielle, hautschonende Hundeshampoos. Halten Sie Ihren Hund frei von Flöhen und anderen Hautparasiten und untersuchen Sie Ihn regelmäßig auf Verletzungen und Hautausschlägen.
21. Juni 2012
Sommer, Sonne, gute Laune und endlich wieder im Grünen toben – da lacht das Hundeherz. Wenn da nur nicht diese lästigen Zecken wären!
Denn sobald es draußen wärmer wird, erscheinen mit den steigenden Temperaturen leider auch wieder die lästigen, blutsaugenden Parasiten. Zecken sind aber nicht nur Plagegeister, sondern auch eine wirkliche Gefahr, denn sie können gefährliche Krankheiten, wie FSME oder Borreliose übertragen.
Zu ihrer Entwicklung und Vermehrung sind diese Spinnentiere auf frisches Blut angewiesen, das sie sich als Parasiten von Mensch und Tier abzapfen. Damit der Wirt vom Stich nichts merkt und genug Blut aufgenommen werden kann, sondern die Tiere beim Stechen ein Sekret ab, das lokale Betäubungsmittel und Gerinnungshemmer enthält. Zecken lauern überall, sei es im eigenen Garten, beim Spazierengehen oder auch beim Wandern.
Sie halten sich typischerweise besonders in hohen Gräsern, in Wäldern und Büschen auf. Sobald sie dort einen Wirt gefunden haben, lassen sie sich fallen und suchen eine passende Stelle zum Blutsaugen. Gerade Hunde sind durch ihren häufigen Aufenthalt im Freien besonders gefährdet.
… schon vor dem Biss
Um Zeckenbissen vorzubeugen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: zum Einen prophylaktische Mittel, die das Festsaugen von Zecken verhindern sollen, z.B. ätherischen Öle wie Teebaumöl und Neemöl, die in das Fell einmassiert werden.
Zum Anderen gibt es Mittel, die dazu beitragen, dass festgesaugte Zecken schnell wieder abfallen. Dazu zählen spezielle Halsbänder, Sprays oder Tropfen. Die Wirkung ist bei diesen Mitteln gleich: Die Substanz wird auf die Haut des Tieres aufgetragen, gelangt ins Unterhaut-fettgewebe und wird dort gespeichert. Saugt die Zecke nun das Blut ihres Wirtes, „vergiftet“ sie sich und fällt ab.
Allerdings wirkt jedes dieser Mittel unterschiedlich und nicht bei jedem Hund gleich gut.

… nachdem sie sich festgesaugt haben
Hat man eine Zecke entdeckt, sollte man sie möglichst schnell entfernen. Borrelien, die Auslöser der Borreliose werden meist erst einige Stunden nach dem Stich übertragen.
Auf die Verwendung von Öl, Kleber oder ähnlichem sollte man in jedem Fall verzichten, denn durch diese Mittel erstickt die Zecke und während ihres Todeskampfes erbricht sie sich. So können Krankheitserreger in den Körper des Hundes hineingelangen.
Am Besten verwendet man zur Entfernung eine geeignete Zeckenzange. Mit dieser fasst man die Zecke direkt über der Haut am Kopf und zieht sie dann ganz vorsichtig und möglichst vollständig heraus. Manchmal hilft dabei eine kleine Drehbewegung. Anschließend die Zecke nicht einfach in den Müll werfen, sondern am besten zerquetschen oder verbrennen.
20. Juni 2012
Hundefutter fertig kaufen oder selber zubereiten?
Nicht nur bei uns selbst, sondern auch bei unseren Haustieren sollten wir auf eine ausgewogene Ernährung achten, damit sie möglichst lange Zeit fit und gesund bleiben. Insbesondere für Tiere mit Allergien bietet sich selber Kochen als Alternative zu dem im Handel angebotenen Hundefutter an. Wenn man künstliche Konservierungsstoffe oder chemische Zusätze vermeiden möchte, die häufig in fertigem Hundefutter enthalten sind, kann man fast nur selber kochen.

Worauf man beim selber Kochen von Hundefutter achten sollte
Wichtig ist eine gesunde Mischung aus Fleisch, Gemüse und Kohlenhydraten. Da der Hund ein Beutefresser ist, sollte er nicht rein vegetarisch ernährt werden. Das heißt für Hunde, denen vom Tierarzt nichts anderes empfohlen wurde, sollte ca. 50% des Hundefutters aus Fleisch bestehen, z.B. Rind, Wild oder Huhn. Achten Sie dabei auf eine gute Qualität!
Gute Lieferanten für Kohlenhydrate sind Kartoffeln, Nudeln oder Reis. Verzichten Sie bei selbst zubereitetem Hundefutter möglichst auf Nudeln oder Kohlenhydrate aus Mais, Weizen oder Soja, da diese Getreidesorten von Hunden oft nicht so gut verdaut werden können.
Gemüsearten, die Sie bedenkenlos füttern können sind z.B. Kartoffeln, Karotten, Spinat, Kohl und sogar Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbse in Maßen, da sie unter Umständen starke Krämpfe und Blähungen auslösen. Außerdem können Sie das Hundefutter gelegentlich mit Quark, Hüttenkäse oder ein wenig Sahne anreichern.
Was darf man zusätzlich ins Hundefutter mischen?
Äpfel: Sind gesund und enthalten Vitamin C, Kalium, Eisen etc. Bei leichten Darm-erkrankungen, wie Durchfall hilft ein geriebener Apfel.
Himbeeren: Himbeeren haben einen hohen Vitamingehalt und dürfen in Maßen gegeben werden.
Dinkel: Dinkel ist eiweißreich und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Eisen und Magnesium.
Hühnerei: Das Biotin im rohen Eigelb ist gut für das Fell, sollte allerdings auch nur in Maßen gefüttert werden.
Käse: darf Hunden in kleinen Mengen gegeben werden.
Lachs: ist gesund und vitaminreich.
Kürbis und Zucchini: sind sehr gesund, sollten aber zerkleinert und leicht gedünstet gegeben werden.
Fett sollten Sie nur in geringen Mengen ins Hundefutter mischen, z.B. einen kleinen Schuss gesundes Distelöl oder Lachsöl.
Wenn Sie Hundefutter selber kochen, fragen Sie bei Gelegenheit auch Ihren Tierarzt um Rat, denn die Menge des Hundefutters hängt von der Größe, der Rasse, des Alters und von der Aktivität des Hundes ab. Manche Hunde benötigen auch zusätzlich zugesetzte Mineralien und Vitamine.