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Wildsterne News

Hier können Sie Neuigkeiten über Wildsterne lesen. Was uns gerade umtreibt und mit welchen neuen Zutaten Sie in Zukunft rechnen können.

Gewichtsbestimmung

16. Mai 2012

Um zu kontrollieren, in welchem Ernährungszustand sich Ihr Hund aktuell befindet, reicht der Gang auf die Waage alleine meist nicht aus. Manche Hunde weichen z.B. auf Grund unterschiedlicher Größe oder Muskelmasse von den spezifischen Gewichtsangaben Ihrer Rasse ab. Daher ist es wichtig, auch die äußerlich sichtbaren bzw. ertastbaren Abweichungen vom Idealgewicht zu erkennen.

Dieses Schema hilft Ihnen dabei herauszufinden, in welchem Gewichtszustand sich Ihr Hund genau befindet. So können Sie  ggf. leichter auf eine Abweichung vom Idealgewicht reagieren.

Starkes Untergewicht:
Bei starkem Untergewicht sind die Rippen, Lendenwirbel und Beckenknochen sowie alle Knochenvorsprünge schon von weitem gut sichtbar. Beim Abtasten der Rippen und Wirbelsäule ist kein Fettgewebe fühlbar. Außerdem ist ein deutlicher Anstieg der Bauchlinie vom Ende des Rippenbogens zur Leiste hin erkennbar. Ggf. liegt auch schon Muskelschwund vor.
Geringes Untergewicht:
Bei geringfügig untergewichtigen Hunden sind die Rippen mit flacher Hand tastbar sowie Taille und Hüfthöcker sichtbar. Taille und Magengrube sind gut aufgeprägt, die Brust-Bauch-Linie steigt, verglichen mit starkem Untergewicht aber nicht mehr so steil an.
Idealgewicht:
Bei Normalgewicht sind die Rippen des Hundes tastbar und mit einer minimalen Fettschicht überzogen. Betrachtet man die Taille von oben, so ist sie gut wahrnehmbar. Von der Seite betrachtet ist die Magengrube sichtbar und am Bauch ist ein minimales Fettpolster fühlbar.
Geringes Übergewicht:
Bei Hunden, die zu geringem Übergewicht neigen, sind die Rippen unter der Fettschicht kaum tastbar. Die Magengrube ist evtl. noch sichtbar, die Taille dagegen nur noch schwer zu erkennen. Rundungen im Bereich der Lenden und am Schwanzansatz sind deutlich erkennbar und am Bauch hat sich ein fühlbares Fettpolster gebildet.
Starkes Übergewicht:
Bei starkem Übergewicht sind die Rippen unter einer starken Fettschicht nicht mehr oder nur unter Anwendung von starkem Druck spürbar. Weder Taille noch Magengrube sind noch zu erkennen. Die Brust-Bauch-Linie fällt auf Grund des starken Bauchfettes in Richtung Knie ab (Hängebauch).
Kategorie Hundeernährung

Der Energiebedarf des Hundes

16. Mai 2012

Um wichtige Funktionen, wie  Atmung, Konstanthaltung der Körpertemperatur oder Verdauungsvorgänge aufrechtzuerhalten, benötigt der Hund, genau wie alle anderen Lebewesen Energie. Muss ein Hund zusätzlich besondere Leistungen, wie Bewegung, Gravidität, Laktation oder Wachstum erbringen, erfordert dies zusätzliche Energie.

Den Energiebedarf eines Hundes teilt man deshalb in zwei Kategorien ein: den Erhaltungsbedarf und den Leistungsbedarf.

Erhaltungsbedarf
Für die meisten Haus- und Familien-hunde ist nur der Energiebedarf im Erhaltungsstoffwechsel zu erfüllen. Dieser reicht für eine „normale Aktivität“ (je nach Rasse und Größe 1-3 Stunden Spaziergang) oder für ein „normales Training (z.B. Unter-ordnung oder Dummytraining)und für spontane Bewegungen vollkommen aus. Der Energiebedarf des Hundes  im Erhaltungsstoffwechsel ist zwar von der jeweiligen Körpermasse des Hundes abhängig, nimmt aber nicht parallel zu

ihr zu. Dabei gilt: kleine Hunde benötigen pro Kilogramm Körpermasse mehr Energie als große Rassen. Aufgrund Ihrer relativ größeren Körperoberfläche geben kleine Hunde mehr Wärme (Energie) nach außen ab als große Hunde. Infolgedessen frieren sie bei niedrigen Temperaturen auch deutlich schneller  und brauchen oftmals  ein „wärmendes Hunde-Mäntelchen“

Leistungsbedarf
Den Energiebedarf, der über die Erhaltung des Stoffwechsels hinausgeht, nennt man Leistungsbedarf.
Dieser wird z.B. von trächtigen oder säugenden Hündinnen benötigt. Während der Gravidität nehmen Zuchthündinnen etwa 20-25 % ihrer Körpermasse zu, um genügend Reserven für die Lactation anzulegen. Auch Welpen im Wachstum besitzen durch die Gewebeneubildung einen erhöhten Bedarf an Energie, genauso wie Hunde, die als Arbeitstiere (z.B. Rettungs-hunde und Spürhunde) eingesetzt werden.

Futterenergie
Der jeweilige Energiebedarf des Hundes muss über sein Futter gedeckt werden. Hauptenergielieferanten sind dabei Fette und Kohlenhydrate, Eiweiße werden dagegen nur bei Überschuss oder Energiemangel zur Energiegewinnung herangezogen.

Bei der Energieaufnahme unterscheidet man zwischen Bruttoenergie, verdaulicher Energie und umsetzbarer Energie. Die Bruttoenergie bezeichnet die im Futter enthaltene Gesamtenergie, sie entspricht sozusagen dem physikalischen Brennwert. Die Bruttoenergie ist jedoch noch kein geeigneter Maßstab zur Bewertung der Futterenergie, da sie dem Organismus nicht vollständig zur Verfügung steht.

Die verdauliche Energie ist bereits genauer und berücksichtigt die über den Kot abgehenden Energiemengen.

Der Energiegehalt von Futtermitteln wird in der Dimension „umsetzbare Energie“ (uE) angegeben. Die umsetzbare Energie ist die genaueste, denn sie  erfasst, zusätzlich zu den Energieverlusten durch Kot auch noch den Verlust durch den Harn.

Energiemangel und –überschuss
Damit Ihr Hund lange aktiv und gesund bleibt,  ist es wichtig seinen genauen Energiebedarf zu kennen.

Eine andauernde, übermäßige Energieaufnahme führt zu Adipositas (Fettleibigkeit) mit all Ihren Folgeerkrankungen, wie z.B. erhöhtes Risiko für Diabetes melitus, Herz-Kreislauf Erkrankungen sowie Belastung des Skeletts.

Steht dem Körper dagegen keine oder nur wenig Energie von außen zur Verfügung, kommt es zum Abbau von Körpereiweiß (Muskelschwund), sowie Beeinträchtigung der Immun- und Stoffwechselfunktionen.
Letzteres tritt unter den heutigen Fütterungsbedingungen allerding nur noch selten auf.

Füttern Sie Ihrem Hund mit der richtigen Energiemenge? Ob Ihr Hund unter-, über- oder normalgewichtig ist, können Sie  im 2. Beitrag unseres News-letters ganz einfach mit Hilfe eines Beurteilungsschemas bestimmen.

 

 

 

Kategorie Hundeernährung