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Die Grundbausteine der Ernährung – Teil 2

19. April 2012

Hunde benötigen, genau wie alle anderen Lebewesen, eine Vielzahl an Nährstoffen, um gesund zu bleiben und überleben zu können. Nährstoffe sind die wesentlichen Bestandteile der Nahrung. Zu ihnen zählen Wasser, Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine.
Den wichtigsten Grundbaustein, das Wasser, sowie die zu den Makro-nährstoffen zählenden Energielieferanten Fette, Proteine und Kohlenhydrate haben wir bereits im Teil 1 erläutert.  Im 2. Teil von „die Grundbausteine der Ernährung“ wollen wir uns nun den Mikronährstoffen widmen.

Zu den Mikronährstoffen, aus denen keine Energie gewonnen werden kann,  gehören Vitamine und Mineralstoffe. Obwohl sie nur in sehr kleinen Mengen in der Nahrung vorkommen, sind sie für viele Stoffwechselvorgänge unerlässlich.

Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendige organische Nährstoffe, die vom Hund nicht oder in nicht ausreichender Menge synthetisiert werden können. Deshalb müssen Vitamine mit dem Hundefutter , bzw. als Nahrungsergänzung zugeführt werden. Sie lassen sich entweder anhand Ihrer Löslichkeit (fett- oder wasserlöslich) oder nach ihrem Wirkmechanismus (mit und ohne Coenzymfunktion) einteilen.

Fettlösliche Vitamine

Die fettlöslichen Vitamine A (Retinol), D (Calciferol), E (Topcopherol) und K (Chinone) benötigen Fette und Mineralstoffe, um im Verdauungstrakt aufgenommen zu werden.  Sie können vom Körper in bestimmtem Umfang gespeichert werden, z.B. in der Leber, im Depotfett und in den Nieren. Eine Unterversorgung an diesen Vitaminen kann somit über eine gewisse Zeit kompensiert werden. Andererseits kann eine längere Überversorgung zu Vergiftungserscheinungen führen.
Fettlösliche Vitamine weisen, mit Ausnahme von Vitamin K, keine Coenzymfunktion auf, dafür aber jede Menge anderer Funktionen. Vitamin A z.B. ist wichtig für das Wachstum, für eine gesunde Haut, für den Sehvorgang und für die Fortpflanzung. Für die Aufnahme und Verwertung von Calcium aus dem Darm und die Einlagerung in den Knochen, ist Vitamin D zuständig.  Tocopherole (Vitamin E) wirken als Antioxidantien und schützen vor freien Radikalen. Vitamin K spielt eine tragende Rolle bei der Blutgerinnung, reguliert den Knochenstoffwechsel und das Zellwachstum und schützt vor Gefäßverkalkung.

Wasserlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine müssen fortlaufend mit der Nahrung zugeführt werden, da sie gar nicht bzw. nur in sehr geringem Umfang im Körper gespeichert werden. Zu ihnen zählen Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin H (Biotin) und der Vitamin B-Komplex, der eine ganze Reihe von Vitaminen mit ähnlicher Stoffwechselfunktion umfasst.
Wichtig für die Ausnutzung und Umwandlung der Futterenergie sind: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure), Vitamin B5 (Panthothensäure) und Vitamin B6 ( Pyridoxin). Vitamin B11 (Folsäure) und Vitamin B12 (Cobalamin) sind für die Zellerhaltung und für das Zellwachstum von großer Bedeutung.
Biotin (Vitamin H) spielt neben seiner Bedeutung im Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel auch noch eine große Rolle bei der Synthese von Keratin, der Grundsubstanz von Haut, Fell und Krallen. Eine gesunde, ausgeglichene Darmflora synthetisiert Biotin meist in ausreichender Menge. Bei Fell- und Hautproblemen hat sich in der Praxis jedoch eine geringe Zufütterung bewährt.
Die Ascorbinsäure (Vitamin C) nimmt eine Sonderstellung unter den wasser-löslichen Vitaminen ein. Vom gesunden Hund wird es ausreichend in der Leber und in den Nieren hergestellt und muss somit nicht zugefüttert werden. Vitamin C ist wichtig für gesunde Haut, Knochen, Knorpel und Zähne und wirkt zudem als Antioxidans.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwichtige Nährstoffe, die am Stoffwechsel und an der Regulierung des Wasserhaushalts beteiligt sind. Des weiteren dienen sie als Bausubstanz für Skelett und Zähne und sind Bestandteil aller lebenden Zellen. In der Nahrung liegen Mineralstoffe meist in gebundener Form vor. Die sogenannten Trägerstoffe können dabei sowohl anorganischer als auch organischer (Kohlenhydrate, Eiweiß) Art sein. Die organischen Trägerstoffe, auch Chelate genannt, sind für den Hund jedoch besser verwertbar, da das Mineralsalz während des Transports von einem Ring aus Aminosäuren umschlossen wird.
Je nach Höhe ihrer Konzentration im Organismus lassen sich Mineralstoffe in Mengen- und Spurenelemente einteilen.

Mengenelemente

Die Mengenelemente Calcium (Ca), Chlor (Cl), Kalium (K),Magnesium (Mg), Phosphor (P), Schwefel (S) und Natrium (Na)liegen im Grammbereich pro Kilogramm Körpertrockensubstanz und erreichen dadurch eine recht hohe Konzentration.
Calcium und Phosphor kommen fast ausschließlich im Skelett vor und sorgen dort für Stabilität und Funktionalität des Skeletts. Phosphor ist außerdem Bestandteil von Nukleinsäuren, Nukleotiden, Phospholipiden und vielen Proteinen.  Beide Mengenelemente müssen dem Körper in einem best. Verhältnis zugefügt werden, da Calcium nur in Zusammenarbeit mit Phosphor optimal verwertet werden kann. Bei einem adulten Hund beträgt das optimale Verhältnis  Calcium zu Phosphor 1,3:1. Calcium besitzt mit einem Anteil von 2% der Körpermasse einen hohen Stellenwert, ein Mangel führt zwangsläufig zur Schädigung des Skelettsystems.
Auch Magnesium dient der Knochenmineralisierung, darüber hinaus ist es auch noch wichtig für das Nervensystem und die Muskelfunktion.
Natrium, Chlor und Kalium steuern dagegen den Wasserhaushalt des Körpers. Natrium wird in großen Mengen ausgeschieden und muss dementsprechend mit der Nahrung zugeführt werden. Während Natrium und Chlor extrazellulär (außerhalb der Zelle), besonders im Blut, lokalisiert sind, reguliert Kalium den osmotischen Druck intrazellulär (innerhalb der Zelle).

Spurenelemente

Die Spurenelemente kommen im Körper nur in sehr kleinen Mengen vor, in der Regel unter 50 mg/kg Körpermasse. Zu ihnen zählen Chrom (Cr), Cobalt (Co), Eisen (Fe), Fluor (F), Iod (I), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Selen (Se), Vanadium (V) und Zink (Zn). Ein Fehlen von lebenswichtigen, essentiellen Spurenelementen kann schwere Mangelerscheinungen hervorrufen.
Eisen ist z.B. ein wichtiger Bestandteil der roten Blutkörperchen und besitzt eine zentrale Bedeutung für die Speicherung und Übertragung von Sauerstoff. Bei Eisenmangel kann es zu einer Anämie kommen.
Die Schilddrüse stellt mit Hilfe von Jod Schilddrüsenhormone her, die viele Stoffwechselvorgänge regeln. Ein Jodmangel beeinträchtigt daher nahezu jede Körperfunktion.
Kupfer hat unter den Spurenelementen wohl die meisten Aufgaben zu erfüllen. Es ist am Energiestoffwechsel, am Eisentransport, an der Bildung von Blut, Kollagen und Pigmenten (was unter anderem die Fellfärbung bestimmt) beteiligt und wichtig für das Immun- und Nervensystem.
Einen Zinkmangel erkennt man vor allem an Veränderungen bei Haut und Fell (rissige, trockene Haut, Haarverlust, Pigmentaufhellung) und einer verzögerten Wundheilung.

Zusammenfassung

Die Grundbausteine der Ernährung setzen sich aus Wasser, den energieliefernden Makronährstoffen (Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß), und den an Stoffwechselvorgängen beteiligten Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) zusammen. In sämtlichen Lebensmitteln bzw. Hundefuttern sind diese Komponenten in mehr oder weniger großer Menge enthalten.
Jeder Hund hat dabei seinen eigenen, individuellen Bedarf an Nährstoffen. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, sollte deshalb jedes Hundefutter stets auf den eigenen Hund abgestimmt werden.

Kategorie Hundeernährung

Vitamine und Mineralstoffe – wo stecken sie drin?

19. April 2012

Vitamine und Mineralstoffe sind lebenswichtige , meist essentielle Nährstoffe, die sowohl am Stoffwechsel beteiligt als auch Bestandteile  aller lebender Zellen sind.  Ihre Funktionen  und Wichtigkeit wurden bereits ausführlich im 2. Teil der „Grundbausteine der Ernährung“ erklärt.  Egal ob selbst gekochtes, rohes oder industriell gefertigtes Hundefutter – eine gesunde Ernährung sollte all diese Mikronährstoffe enthalten.
Hier erfahren Sie nun, in welchen Lebensmitteln diese, für den Hund so wichtigen Nährstoffe stecken.

Vitamine

Vitamin A (Retinol): rohe Leber, Eigelb, Butter, Lebertran, Milchprodukte Seefisch und Fischöl sind reich an Vitamin A. Pflanzliche Lebensmittel wie z.B. Karotten, Tomaten, Brokkoli und Spinat enthalten nur die Vorstufe des Retinols, die sogenannten Carotinoide. Diese können bei Bedarf vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden und sind selbst antioxidativ wirksam.
Vitamin D (Califerol): Vitamin D ist vor allem in Fisch, Fischöl, Lebertran und Eigelb enthalten.
Vitamin E (Tocopherole):  den höchsten Gehalt an antioxidativ wirkendem Vitamin E weisen Pflanzenöle auf. Des weiteren ist es in Nüssen, Getreide, Samen und Eiern enthalten.
Vitamin K (Chinonne): Vitamin K1 kommt in Grünpflanzen und zum Teil in deren Früchten vor, Vitamin K2 wird dagegen von den Darmbakterien des Hundes im Dickdarm synthetisiert.
Vitamin B1 (Thiamin): Thiamin ist enthalten in Muskelfleisch, Fisch, Milchprodukte, Innereien, Gemüse, Eier und Getreide.
Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure): ein Teil des Vitamin B3 wird aus der essentiellen Aminosäure Tryptophan vom Körper selbst hergestellt. Der Rest kann durch das Füttern von Wild, Fleisch, Geflügel und Fisch gedeckt werden.
Vitamin B5 (Pantothensäure): Vitamin B5 kann zum Teil durch Darmbakterien synthetisiert werden und kommt vor allem in Fleisch, Leber, Fisch und Getreide vor.
Vitamin B6 (Pyridoxin): Hühnerfleisch, Fisch, Kartoffeln, Bananen und Getreide aber auch einige Gemüsesorten wie grüne Bohnen, Kohl, Linsen und Feldsalat sind reich an Vitamin B6.
Vitamin B11 (Folsäure): Folsäure ist ein sehr wichtiges Vitamin und in Leber, grünem Gemüse, Spinat, Salat, Getreide und Nüssen enthalten.
Vitamin B12 (Cobalamin): Vitamin B12 kommt nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eier, Leber und Milchprodukten vor.
Vitamin C (Ascorbinsäure): Zitrusfrüchte, Wirsing, Sanddorn, Rosenkohl, Spinat und Milchprodukte sind Beispiele für Vitamin C -reiche Lebensmittel.
Vitamin H (Biotin): Biotin ist vor allem im Eigelb enthalten. Vorsicht: im Eiweiß findet man im rohen, ungekochten Zustand den Stoff Avidin, der die Aufnahme von Biotin hemmt. Biotin findet man zusätzlich noch in Leber, Niere, Nüssen, Bierhefe und Milch.

Mineralstoffe

Calcium (Ca): Calcium findet man in Fleisch, Fisch, Geflügel und Milch-produkten, vor allem aber natürlich in Knochen.
Chlor (Cl): Chlor wird überwiegend in Form von Kochsalz (NaCl) aufgenommen.
Kalium (K): vor allem in Obst und Gemüse, aber auch in Getreide findet man Kalium.
Magnesium (Mg): Getreide stellt den Hauptlieferanten für Magnesium dar.
Phosphor (P): Phosphor ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, besonders in Milchprodukten, Fleisch, und Fisch aber auch in Getreide.
Natrium (Na): der Natriumbedarf kann mit salzhaltigen Lebensmitteln, wie Käse und Fleisch oder mit Kochsalz gedeckt werden. Hauptsächlich kommt Natrium jedoch im Blut vor.
Eisen (Fe): Gemüse und Getreide enhalten zwar auch Eisen, aus tierischen Nahrungsquellen, wie rotem Fleisch und Leber kann es aber besser verwertet werden.
Fluor/Fluorid (F): Seefisch, Eier, Fleisch und Getreideprodukte sind relativ reich an Fluorid.
Iod (I): sehr gute Iodlieferanten sind Meeresfische wie Seelachs und Kabeljau  oder auch Algen.
Kupfer (Cu): besonders reich an Kupfer sind Lebensmittel wie Innereien, Fisch und einige grüne Gemüsesorten.
Zink (Zn): zu den tierischen Zinkquellen zählen Innereien, Muskelfleisch, Milchprodukte und Fisch. Zink aus tierischen Quellen kann vom Hundekörper besser verwertet werden als auch pflanzlichen Quellen.

 

Kategorie Hundeernährung

Hundefutter im Urlaub

13. April 2012

Auch im Urlaub will Ihr Hund nicht auf sein gewohntes Hundefutter verzichten!
Die richtige Vorbereitung einer Urlaubsreise mit Hund erspart Unannehmlichkeiten

Seit dem 3.Juli 2011 müssen Hunde bei einer Auslandsreise mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein, eine gültige Tollwutimpfung vorweisen, sowie einen EU-Heimtierpass mitführen. Darüber hinaus sind die spezifischen Reisebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes zu beachten.
Insbesondere bei Reisen in den Süden gilt es zu bedenken, dass dort Erkrankungen drohen können, die bei uns weitgehend unbekannt sind, wie die Hundemalaria, Leishmaniose oder die Herzwurmerkrankung. Hier sollte an eine entsprechende Prophylaxe gedacht werden. Eine kleine Reiseapotheke für den Hund mit Zeckenzange, Desinfektions- und Durchfallmittel ist empfehlenswert.

Was man außer Wassernapf und Hundefutter dabei haben sollte

Hundenapf, Wasservorrat, Hundefutter und Leckerli sollten Sie in ausreichender Menge mitnehmen. Nicht immer erhalten Sie am Urlaubsort das gewohnte Hundefutter. Leine, Halsband mit Adressanhänger, gegebenenfalls auch ein Maulkorb sowie Kotbeutel gehören ebenfalls ins Gepäck.

Reise-Übelkeit vermeiden

Nahezu jeder 6. Hund leidet an Reise-Übelkeit. Um dieser vorzubeugen, empfiehlt es sich, dem Hund vor der Autofahrt kein Hundefutter zu geben. Bei längeren Fahrten sind häufige Pausen einzuplanen und für eine gute Belüftung im Auto zu sorgen. Eine Erleichterung, insbesondere bei höheren Außentemperaturen kann es auch sein, nachts zu fahren. Sollten alle diese Maßnahmen nicht helfen, kann der Tierarzt geeignete Medikamente verschreiben.

Schnee oder Strand?

Während sich Husky und Bernhardiner im Schnee wohl fühlen, lieben es Labrador Retriever im Sand zu buddeln und ins Wasser zu springen.
Bei der Wahl Ihres Reisezieles sollten Sie die Vorlieben Ihres Hundes berücksichtigen, damit sich auch Ihr Vierbeiner am Urlaubsort wohl fühlt. Hundefutter nicht vergessen!
Haben Sie sich für einen Urlaub am Strand entschieden, sollten Sie Ihrem Hund einen Schattenplatz anbieten und immer ausreichend Trinkwasser dabei haben. Meerwasser sollten Hunde nicht trinken, da das zum Erbrechen führen kann oder dazu, dass sie ihr Hundefutter nicht vertragen. Nach dem Baden sollte Salzwasser gründlich aus dem Fell gespült und der Hund regelmäßig gebürstet werden.
Da auch Hunde einen Hitzschlag bekommen können, muss für ausreichend Kühlung gesorgt werden, gegebenenfalls durch Auflegen nasser Tücher. Hunde haben keine Schweißdrüsen und können ihre Körpertemperatur nur über Hecheln regulieren.

Denken Sie auch daran, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes zu entsorgen, so ersparen Sie sich unnötigen Ärger!

Kategorie Allgemein