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Wildsterne Blog | Tipps & Infos rund um den Hund.

Allergie Hundefutter

30. März 2012

Was ist eine Futtermittel-Allergie?

Unter Futtermittelallergien versteht man eine Überempfindlichkeit auf ganz normale Futtermittelbestandteile. Nach der Flohbiss-Allergie und der Atopie (Allergie gegen Umweltallergene) ist die Futtermittel-Allergie die dritthäufigste allergischer Erkrankung bei Hunden.
Da allergische Reaktionen auf das Hundefutter beim Hund im Allgemeinen nicht sofort, sondern meist mit einer Verzögerungsphase von einigen Stunden oder Tagen auftreten, ist es oft schwierig, herauszufinden was die Reaktion ausgelöst hat.
Dabei kann es auch vorkommen, dass Hunde ihr Hundefutter jahrelang gut vertragen, bevor sie plötzlich Unverträglichkeitsreaktionen zeigen.

Häufigste Futtermittel-Allergene sind Eiweiß und Eiweiß-Verbindungen.

Von 100 allergischen Hunden haben ca. 10 eine Futtermittelallergie. Diese Allergie kann bei Hunden aller Altersstufen auftreten, sowohl beim Junghund, als auch bei älteren Tieren. Gewisse Rassen wie Golden- und Labrador Retriever, Deutsche Schäferhunde, Boxer und Cocker Spaniel sind offensichtlich besonders dafür disponiert.

Wie äußert sich eine Futtermittelallergie?

Futtermittelallergien können als reine Hauterkrankungen, als Magen- Darm-Erkrankungen oder als eine Kombination von beidem auftreten. Hautprobleme äußern sich durch Juckreiz, Hautrötung und Hautinfektion. Besonders betroffen sind Ohren, Pfoten, Achseln und der Schenkelinnenbereich. Durch das ständige Beißen, Lecken und Knabbern wird die Haut nicht nur gereizt, sie verdickt sich auch und zeigt bei einer chronischen Erkrankung meist eine Schwarzverfärbung. Die Haut ist geschädigt und kann ihre Funktion nicht mehr vollumfänglich erfüllen. Dadurch können Bakterien und Hefepilze eindringen und noch mehr Juckreiz verursachen, was als Sekundärinfektion bezeichnet wird.
Die typischen Magen- Darm- Symptome sind Durchfall, Erbrechen und Blähungen. Vor allem in Kombination mit Hautproblemen sind diese Symptome ein starkes Indiz für eine Futtermittelunverträglichkeit!

Was tun wenn der Hund eine Futtermittelallergie hat?

Natürlich ist die beste Therapie die Vermeidung  der auslösenden Allergene. Entweder man verfüttert das veträgliche Diätfutter ein Hundeleben lang oder man prüft in einem zweiten Schritt welche Auslöser sind. Dazu müssen die Allergene identifiziert werden, dies geschieht indem man eine Eiweißquelle (Fleischsorte) nach der anderen für jeweils 2 Wochen verfüttert. Kommt es zu Hautreizungen, also Juckreiz, liegt eine Überempfindlichkeit vor, bleibt der Hund Symptomfrei, kann das Futter weiter verfüttert werden. Auch die Kohlehydratequellen können so getestet werden. Am Ende entsteht so eine Liste mit veträglichen und unverträglichen Futtermitteln.
Mittlerweile hat sich auch die Hundefuttermittelindustrie auf die empfindlichen Vierbeiner eingestellt. Es gibt Anbieter die getreidefreies Futter auf hohem Niveau herstellen, mit besonderen bzw. einer Protein- und Kohlehydratquelle. Dieses Futter eignet sich nicht nur für Allergiker sondern auch für Hunde mit speziellen Arthrosen und Gelenkproblemen.

 

Kategorie Ernährung